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1. Cantament: 1. Mai 2020

„Alle Deutschen haben das Recht, sich (…) zu versammeln und Vereine zu bilden“, so besagt es Artikel 8 des Grundgesetzes. Mit dieser Gewissheit haben wir über Jahre gelebt – und gesungen. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie ist Selbstverständliches plötzlich eingeschränkt oder verboten und wird dadurch besonders wertvoll.

Als scheinbar nicht systemrelevant steht der Vereinsbetrieb seit mehreren Wochen größtenteils still. Konzerte sind abgesagt, Proben entfallen und Beerdigungen finden ohne musikalische Begleitung statt. Wie relevant sind die Chöre und Kulturvereine für die Gesellschaft? Welchem Wert haben sie heute – noch oder wieder – für die Demokratie im Land? Und wie können wir unsere Werte heute leben?

Diskutieren Sie mit

Das cantament ist eine Diskussionsplattform, um über die aktuelle Identität der Chorbewegung und somit auch der Chöre und ihrer Sänger*innen zu sprechen und sich auszutauschen. Geplant war das erste cantament im Rahmen des Deutschen Chorfestes in Leipzig. Da dieses abgesagt ist, treffen wir uns am 1. Mai 2020 um 17 Uhr nun digital, um über die Zukunft des Chorgesangs, aber auch der Vereine zu diskutieren.

Das Eingangsstatement wird der Präsident des Schwäbischen Chorverbandes, Dr. Jörg Schmidt, halten. Als Impulsgeberin freuen wir uns auf Katharina Burger, Mitglied im Jugendvorstand der Chorjugend und aktiv in der Jungen Union Baden-Württemberg. Der Impuls basiert auf einem Artikel von Christian Bangel, der als politischer Autor für Zeit online schreibt. Von ihm stammt der Kommentar „Die andere Gefahr“, welchen Sie hier online lesen können.